Knapp zwei Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise im Sommer 2007 ist die Weltwirtschaft in diesem Frühjahr in den freien Fall übergegangen. Wir wollen hier keine Endkrise des Kapitalismus ausrufen. Aber eines lässt sich heute sagen: Das neoliberale Wachstumsmodell, das auf Globalisierung, steigender Ungleichheit, fortwährendem Auftrieb von Vermögenswerten und ständig steigenden Schulden beruht hat, ist ziemlich kaputt. Im Augenblick versucht man eine Stabilisierung mittels stark ausgeweiteter Staatsverschuldung. Das ist nicht vollständig erfolglos.